Zurück zur Startseite

Shadowlords Forum

Das Forum für Tabletop-, Brett- & Kartenspiele.
Aktuelle Zeit: 18.11.2017, 11:07

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ] 
Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 12.05.2010, 21:47 
Offline
Kartoffelschäler
Benutzeravatar

Registriert: 26.07.2008, 01:19
Beiträge: 154
Wohnort: München
Vorrede:
In der Regel besuche ich ein monatliches, privat organisiertes Spiele-Treffen, bei dem neben ein paar Brettspielen und Battletechpartien (das "Original" auf Hexfeldern) auch immer etwa 4-8 Leute Warhammer40K-Schlachten schlagen. Ich habe dort auch schon einige AT 43 Demos gegeben, da sich die meisten Warhämmerer doch dafür interessiert haben. Meist hatten sie von den "einfachen und guten Regeln" gehört und wollten es einmal ausprobieren. Nach den Partien gab es dann auch artiges Lob für die Regeln, das flüssige Spiel und sogar öfter auch für die Figuren, die für "prepainted" Minis schon ganz gut seinen - das war's dann aber auch, mit einer Probepartie war die Neugier gestillt und es ging zurück an die Warhammerplatte. Jetzt spielen die Jungs wieder mit acht Teilnehmern riesige Schlachten mit 8000 (!) Punkten, die sie "planetare Invasion" nennen, und bei denen sie in fünf Stunden ca. 2 Züge schaffen. AT 43 ist nicht mal als Zweitsystem interessant, vermutlich ist es dafür zu aufwendig (?). Wenn jemand ein Zweitsystem spielt, dann entweder "Battleground", bei dem die Einheiten auf Karten aufgedruckt sind und man sich für eine Armee nur zwei Kartenpäckchen kaufen muss, oder "Uncharted Seas", da kauft man sich eine Grundbox mit sechs Minis, pinselt sie an oder auch nicht, und fertig ist die Armee.

Mir drängt sich nun der Verdacht auf, dass AT 43 der ganz große Erfolg versagt blieb, weil es nicht Fisch und nicht Fleisch ist, für ein "richtiges" Tabletop zu kleine Armeegrößen hat und für ein Zweitsystem zu große. Mein Eindruck ist (überspitzt gesagt): Die Hardcore-Tabletopper wollen riesige Schlachtfelder mit hundert verschiedenen Einheiten und tausend verschiedenen Waffenkonfigurationen, bei denen sie sich stundenlang mit Freunden an einer Megaschlacht austoben können; die Gelegenheitsspieler wollen Scharmützel, bei denen sie nebenher plaudern können und trotzdem nach einer und einer halben Stunde fertig sind, Auf- und Abbau eingeschlossen. Mir persönlich passt die Armeegröße und Spieldauer bei AT 43 perfekt, ich bin allerdings auch kein Hardcore-Tabletopper und bin heilfroh, Figuren zu haben, das ich nicht anmalen muss, und die trotzdem gut ausschauen.

Wie seht ihr das? Ist AT 43 ein "vollwertiges" Tabletop oder vielleicht doch nur ein Nischenprodukt als "nette Abwechslung" zum Hauptsystem und für Möchtegern-Tabletopper mit Bemalphobie? Oder spielt ihr vielleicht doch 6000 AP-Schlachten mit je drei Spielern pro Seite?

_________________
Nico Deluxe


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 12.05.2010, 23:52 
Offline
André Winter
Benutzeravatar

Registriert: 29.08.2006, 23:52
Beiträge: 5458
Wohnort: Augsburg
AT ist ein vollwertiges TT, Problem ist nur die Veröffentlichungspolitik von Rackham.

_________________
André Winter
L'Art Noir - Game Design and Translation Studio


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.05.2010, 01:28 
Offline
Köp(f)ten
Benutzeravatar

Registriert: 03.09.2007, 19:39
Beiträge: 1703
Ich glaube, hier liegt ein anderes Problem vor: die Bequemlichkeit des Menschen, von Bewährten/Bekanntem oder gar teuer Zusammengekauftem abzugehen oder sich Neuem frei und voll zu öffnen.
Ich z.B. habe zu Hause eine komplette Necron-Armee des 40K rumliegen, die ich einfach nicht nutze (da AT-43 mehr meinem Stil entspricht).
Selbst wenn da jetzt 40K neu aufgelegt würde, würde ich am etablierten AT-43 hier bei mir im Kreis festhalten und da weiter Spaß mit meinen Leuten haben, die da auch dran festhalten. Gewohnheit und 'Sicherheit', daß man da Mitspieler hat, wo man ist, machen es sehr schwer für mich, mir neue Systeme etc. anzusehen oder andere zu spielen.

Und, ohne jetzt bös klingen zu wollen, aber ich erlebe sehr viele fanatische 40Kler aber sehr viele Freigeister im AT-43. Vielleicht liegt es einfach an der Mentalität der von GW mit Propaganda und Fanatismus geimpften 40K-Spielerschaft?

AT-43 ist m.E. weiter ein vollwertiges System, bei dem ich mit Hilfe von Tactics (oder selbstgebastelten Äquivalenten) vom Skirmish bis hin zu bereits erfolgreich und zügig durchgezogenen Massenschlachten mit bis zu 10K Punkten pro Seite alles haben kann, was ich will.
Malen ist keine Pflicht, das stimmt, aber man kann es immer noch. Ebenso das Basteln. Wer Tabletop vor allem wegen dieser zwei Sachen betreibt, wird mit dem AT-43 sicher weniger Spaß haben, wer, wie ich, vor allem taktisches Spiel und schnelles Losspielen mag, der wird es stattdessen lieben. ;)

In meinen Augen ist AT-43 ein vollwertiges TT (aber Rackham hat die Promotion vergeigt. (Was nix neues ist.))


Gruß.

_________________
Ich glaube es hackt! Das ist doch kein Deutsch!


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.05.2010, 08:09 
Offline
Minenräumer
Benutzeravatar

Registriert: 01.06.2009, 06:54
Beiträge: 338
Hi
Als Spieler von 7 Tabeletops (mehr oder weniger regelmäßig) (WHFB, 40K, Battletech, AT-43, Confro AoR, Hordes, Warmachine) kann ich glaube ich von mir sagen trotz einstieg über 40K und WHFB nicht fanatisch zu sein :tongue:

IMO das größte Problem von Rackham (Was sie imo jetzt sogar verschärfen mit 2.0) ist das nichts fertig ist.
Wenn du bei den obigen Systemen anfängst kannst du dir gut 80-90% jeder Armee/mit regeln versorgter Einheit innerhalb von 2-3 Monaten nach release selbige kaufen.
Bei AT-43 sind einige alte Figuren out of stock und andere noch nie erschienen (wie auch damals der Serpent bei 40K :puke: )
Das finden in meinem Kreis die meisten am schlimmsten. Begeistert sind wir von der Unbeschwertheit bei den Minis und den, nach einfachen Adjustierungen, guten Regeln.
Daher hätte es imo AT-43 gut getan wenn sie die Kryg vergessen und dieses und nächstes Jahr die vorhandenen Armeen abschließen (sind ja immerhin auch 6) und DANACH Kryg + Rasse 8 raus bringen. Wenn diese dann alle 8 fertig sind DANN 2.0.

IMO hätte bis dahin ein 1.5 gelangt. Zusammenfassen, Korrekturlesen und nur in EN und FR (leider) releasen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.05.2010, 13:48 
Offline
Kartoffelschäler

Registriert: 21.05.2009, 10:54
Beiträge: 115
WH40K ist das bessere Hobby, AT-43 das bessere Spiel.
Für ein einzelnes Spiel ist AT-43 allerdings mit recht hohen finanziellen Ausgaben belastet, während man für etwas was man als Hobby klassifiziert eher bereit ist mehr Geld auszugeben. Die von Nico genannten Nebensysteme haben als Gemeinsamkeit vor allem eins: sie sind günstig.
Ich habe mich schon mal gefragt ob AT-43 populärer wäre wenn es einen geringeren Bemalstandard und dafür geringere Kosten hätte. Die Verkaufszahlen von AT-43 haben ja glaube ich auch einen ziemlichen Schub erhalten als FFG mit ihrem Mega-Lagerabverkauf begann und als die Armeeboxen rauskamen.

GW hat es bei WH(40K) auch geschafft den Hintergrund extrem populär zu machen. Ich kenne ein halbes Dutzend Leute die den WH40K-Mythos nahezu vergöttern, aber kein WH40K spielen (Zeit-, Geldkosten). AT-43 liegt jetzt preislich nicht soo weit unter WH40K, bringt aber diesen ganzen Mythos nicht mit, und auch den Hobbyaspekt in viel geringerem Umfeld. Klar kann ich die AT-43 Figuren auch umbemalen - aber wenn ich das gerne mache nehme ich für's gleiche Geld eine detailliertere, unbemalte Figur. Da habe ich dann mein Geld nicht für die Bemalung "rausgeworfen".
Und was die nicht malenden Spieler angeht, die hängen wirklich glaube ich vor allem am Mythos. Gerade kürzlich habe ich versucht einen Kumpel dazu zu bringen AT-43 mal auszuprobieren. Er war nicht mal für 'ne Proberunde zu bekommen, die Armeedesigns waren ihm zu konventionell, nicht abgedreht genug.

Insgesamt ist mein Eindruck ähnlich dem von Nico. Unabhängig davon was AT-43 ist, wird es nicht als vollwertiges TT wahrgenommen. Figuren anmalen etc. gehört für die Meisten einfach zu einem "großen" TT dazu.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 13.05.2010, 17:21 
Offline
Provinzheld
Benutzeravatar

Registriert: 26.10.2008, 18:34
Beiträge: 583
Es stimmt auf jeden Fall, das bei At und Confrontation weniger "drum rum" vorhanden ist und das ist Rackham selber schuld.
Wenn man wie Rackham tausend Sachen anfängt (Cry Havoc, Cadwallonat-43 tactics) dann sollte man die auch sinnvoll zum ende bringen. überall baustellen aufreißen und dann einfach offen lassen zahlt sich nicht aus. Bei rackham scheinen mir immer nur totale enthusiasten ohne ausdauer zu arbeiten, während bei gw kleine, langweilige aber sehr fleißige hamster hausen.

nachdem ich wirklich lange cadwallon gespielt habe, zocken wir mittlerweile wieder rogue trader und wrhammer fantasy rpg 3rd ed., wenn wir ein rollenspiel zum tabletop haben wollen, was eigentlich schade ist, da dieconfrontationwelt eigentlich sehr cool ist.

was bereits gesagt wurde, dass alte produkte nicht verfügbar sind und viele armeen immer noch nicht komplett sind, während schon neue erscheinen finde ich auch sehr schade und lässt die ganze vermarktungs- und verkaufspolitik sehr schwach aussehen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 14.05.2010, 12:12 
Offline
Kartoffelschäler
Benutzeravatar

Registriert: 24.11.2006, 15:26
Beiträge: 178
Wohnort: Oberösterreich
Ich glaube das man mit AT-43 eher Brettspieler als Warhammer Spieler erreichen kann.
Leute die gerne Strategiespiele spielen sind sehr wahrscheinlich auch für Tabletops zu begeistern, viele haben aber weder die Zeit noch die Lust Stunden und Tagelang Figuren zu bemalen und genau da kann AT-43 Punkten.
Warhammer Spieler sind eher die Modellbauer.
Bei Warhammer wird oft mehr darüber diskutiert wie man was umbauen oder anmalen kann als über Strategien beim Spiel.

AT-43 ist ein System für Spieler, Warhammer ein System für Modellbauer.

_________________
AT-43 in Oberösterreich:
http://www.bolter-team.at


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 15.05.2010, 20:55 
Offline
Kartoffelschäler
Benutzeravatar

Registriert: 26.07.2008, 01:19
Beiträge: 154
Wohnort: München
@Ateron
Das ist eine sehr interessante Ansicht, da sie auf mich auch ziemlich genau zutrifft. Ich verbringe viel Zeit mit Brettspielen und bin an Tabletops zwar schon gute 20 Jahre interessiert, habe mir das Ganze bei Conventions auch jedesmal gerne angesehen, war aber immer vom Mal- und Bastelaufwand abgeschreckt - bis mir dann AT-43 genau das erspart hat. Allerdings gibt es hier im Forum ja auch genügend Mal-, Umbau- und Plattenbaucracks, so dass die reinen "Spieler" bei AT-43 nicht alleine sein müssen.

@All
Die Kommentare zur Veröffentlichungspolitik kann ich sehr gut nachvollziehen, wir haben hier in unserer kleinen Münchner Gruppe auch schon ein paar mal über das Erweitern des eigenen Bestands auf weitere Armeen gesprochen, es scheiterte dann aber immer an der mangelnden Verfügbarkeit der gewünschten Truppen aus oben genannten Gründen.

Im Übrigen finde ich es gut, wenn AT-43 zumindest von denen, die es spielen, als vollwertiges Tabletop wahrgenommen wird und dass offenbar auch große Schlachten damit zu meistern sind. Wenn es denn mal eine Nachproduktion der vergriffenen Artikel geben würde, könnte dies vielleicht einen deutlichen Schub bei der Beliebtheit und der Spielerzahl bewirken und AT-43 in Tabletopkreisen deutlich mehr in den Mittelpunkt rücken.

_________________
Nico Deluxe


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.05.2010, 08:43 
Offline
Umbaufee
Umbaufee
Benutzeravatar

Registriert: 10.09.2006, 09:50
Beiträge: 1637
Wohnort: Linz
Na ja gebe mal meinen Senf dazu....
Glaube das viele VOLLWERTIGE War Game Systeme verwechselt werden, mit Modellbau, und nicht mit einem guten Taktischen Spielesystem.
Ein Spiel . :nod: ..lebt grundsätzlich von den Spielregeln ,und als zweites kommt bei mir dann die Modelle oder bei vielen Systemen das Modellbauen.
Darum bin ich von einem bekannten Modellbau/Spielesystem auf AT umgestiegen, da mir dieses angebliche VOLLWERTIGE TT nicht im annähernste die taktische Tiefe des ATs gegeben hat.
Auch andere Systeme habe ich getestet, wie Infinity...war mir zu klein da ich auf Massenschlachten stehe..Warmaschine..na ja...wieder ein vollwertiges System wo mann "nur" komplette Armeen zieht....usw.

Wie gesagt...TT ist kein reines Modellbauhobby wie viel immer annehmen ,die ein VOLLWERTIGES War Game spielen möchten.

Tank :armstank:


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.05.2010, 13:15 
Offline
Bürger

Registriert: 16.01.2010, 13:21
Beiträge: 39
Moinsen! Hier mal meine Gedanken zu dem Thema:

Ich denke, Ateron hat tatsächlich schon den Nagel annähernd auf den Kopf getroffen.

Folgenden Aspekte möchte ich aber diesbezüglich noch hinzufügen, wenn ich AT-43 mal mit dem uns allen bestens bekannten marktführenden Sci-Fi TT vergleiche. (Dies stellt übrigens meine ganz persönliche Meinung dar und ich erhebe keinen Anspruch auf die Deutungshoheit):

1.Im Gegensatz zu AT ist, dadurch, dass man zunächst aus duzenden von möglichen Einheiten auswählen muss, diese zusammenbauen und bemalen muss, eine insgesamt stärkere Identifikation mit dem Hintergrund, dem System und insbesondere mit den eigenen Figuren vorhanden. Alleine deswegen, weil ich Stunden und Tage damit zugebracht habe.

2. Die Herstellerfirma hält außerdem die Geschwindigkeit hoch. Man hat keine Zeit sich auszuruhen und wird fast nie mit irgendetwas fertig.
Alle paar Jahre ein komplett neues Regelwerk, neue Armeebücher, optionale Regeln im hauseigenen Magazin oder auf der Homepage. Ständig müssen neue Regeln gelernt werden oder die eigene Armee aufgrund neuer Armeebücher umgebaut werden, weil einiges nicht mehr spielbar ist etc. Außerdem muss man mitziehen, weil die eigene Truppe sonst nicht mehr konkurrenzfähig ist.
Sinn und Zweck ist es, die Spieler nicht zur Ruhe kommen zu lassen. Und selbst die, die über diese Firmenpolitik schimpfen, schaffen es häufig nicht einen Schnitt zu machen, schließlich haben sie schon 200 Figuren bemalt und 10 Jahre ihres Lebens dem Hobby gewidmet.
Im Übrigen ist auch das Reiben, das Diskutieren und das Schimpfen über die Firmenpolitik ein „sich-damit-beschäftigen“ und unter dem Strich positiv für die Firma.

3.Dann möchte ich noch Tanks Kommentar bezüglich der taktischen Tiefe aufgreifen.
Aus meiner Sicht sprechen die unterschiedlichen Systeme unterschiedliche Arten von Spielern an.

Bei dem Marktführer besteht die große „taktische“ Herausforderung darin, aus seiner Armee mittels geschickter Kombinierung von Sonderregeln und Ausrüstungsgegenständen und dem cleveren Abgleich mit der zu erwartenden gegnerischen Armee eine möglichst fiese Truppe auf die Platte zu bringen. Ist das gelungen ist der Drops schon fast gelutscht.
Eigentlich ist das keine taktische Herausforderung, sondern nur eine Fleißarbeit. Ich muss mich durch Seiten von Sonderregeln meines Volks und des Gegners lesen. Allerdings kann ich auch die Abkürzung über entsprechende Foren nehmen, die mir besonders hinterhältige Kombinationen verraten.

Es spricht also eher den Tüftler an, der das Beste aus seiner Truppe herausholt und eine gute, am besten unschlagbare Zusammensetzung austüftelt. Wenn ich böse wäre, könnte ich sagen, es zieht eher „Powergamer“ an.

Sicher kann im Spiel noch einiges schief gehen. Man verwürfelt die wichtigen Würfe oder der Gegner hat noch eine fiesere Aufstellung.

Das eigentliche Spiel an sich bietet aber kaum noch eine taktische Herausforderung.
Aber wenn man den Gegner so richtig in den Boden gestampft hat, weil der schlichtweg vergessen hat etwas Effektives gegen meinen geflügelten Dämon mitzunehmen, fühle ich mich sich so richtig gut.

Ein gutes Spiel funktioniert nach dem Schere-Stein-Papier-Prinzip. Von diesem Prinzip scheint der Markführer noch nie etwas gehört zu haben.

Natürlich muss man bei AT und anderen TT auch gewisse Auswahlen einfach mitnehmen, weil man ohne diese Probleme bekommt (Ist halt blöd, wenn man das Papier vergisst und der Gegner mit Steinen kommt). Aber solche Fehler passieren einem einmal und dann nicht wieder. Die taktische Herausforderung bei AT liegt auf dem Schlachtfeld.
Das liegt auch an den schlanken und nicht ausufernden Sonderregeln.

Ich denke AT spricht tatsächlich eher Leute an, die sich einen Abend treffen wollen ein zügiges und gutes Spiel spielen wollen. Also eher einen Brettspieler, dem Brettspiel nicht mehr genug ist. Ein Vollblut-Hobbyist, dem das Spiel nicht so wichtig ist, wie die bemalte Miniatur, wird AT eher nicht reizen.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.05.2010, 15:06 
Offline
Umbaufee
Umbaufee
Benutzeravatar

Registriert: 10.09.2006, 09:50
Beiträge: 1637
Wohnort: Linz
Jetzt muss man nur Definieren was ein Richtiges TT ist.
Wenn man beim Marktführer das basteln/malen und den Fluff wegnimmt,bleibt vom Taktischen HINTERGRUND net viel über.


Tank :armstank:


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.05.2010, 17:05 
Offline
Bürger

Registriert: 16.01.2010, 13:21
Beiträge: 39
Ich glaube, wir brauchen da nicht groß drüber zu streiten, ob AT-43 ein echtes Tabletop ist. Das steht außer Frage.

Aber wenn es um die Frage geht, warum man Leute nicht weg vom Mainstream, hin zu AT-43 bekommt (die Frage meine ich auch im Eingangspost gelesen oder zwischen den Zeilen herausgelesen zu haben), dann muss man resumieren, dass der Marktführer ne ganze Menge richtig macht, um Kunden an sich zu binden.

Die Regeln sind grottig und der Fluff ist auch nervig. Wenn man den Armeebüchern glaubt, sind aller besser und böser als alle anderen und werden wieder kommen um die Galaxie wahlweise zu zerstören, zu verschlingen, zu befreien oder was weiß ich noch alles. Eine richtige Weiterentwicklung des Hintergrundes ist auch nicht ersichtlich und schon gar nicht aus einem Guß. Schaut euch doch nur mal die Namen der einzelnen Völker an. Krativität ist was anderes. Die Firmenpolitik stößt insbesondere den älteren Spielern auf Unverständnis.

Und trotzdem läuft der Laden.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 16.05.2010, 23:28 
Offline
Minenräumer

Registriert: 04.03.2010, 13:21
Beiträge: 256
Ich glaube auch das es am fehlenden Marketing liegt. Ich bin vor einigen Monaten durch Zufall auf AT-43 gestoßen. Habe in einem Onlineshop einfach mal durch die Kategorie Miniaturenspiele geblättert und meiner Meinung nach sah AT-43 recht interessant aus und habe es daher bestellt und danach dieses Forum entdeckt, sowie einen Thread in einem anderen Forum.

Ich hatte davor noch nie von AT-43 gehört und etwas gesehen. Während ich von GW regelmäßig von anderen Spielern gehört habe, oder einfach wenn man an einem der GW-Läden vorbei geht. Sie sind einfach präsent.

Und das finde ich fehlt AT-43 einfach. Rackham müsste in diese Richtung viel mehr unternehmen. Mal sehen was die Zukunft bringt.

Gruß Tanthor

_________________
Verkaufe Heroclix, Brettspiele, Heroscape, Comics http://www.at43-forum.de/viewtopic.php?f=52&t=3040

Verkaufe PC- u. Konsolenspiele, DVD's und TC-Games http://www.at43-forum.de/viewtopic.php?f=52&t=2376&p=31468#p31468


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.05.2010, 11:28 
Offline
Minenräumer
Benutzeravatar

Registriert: 17.05.2009, 23:29
Beiträge: 307
Wohnort: Dortmund
naja da beißt sich die Katze halt in den Schwanz.

Warhammer ist nunmal das führende System, da stolbert man überall drüber. AT ist das nicht. In 95% der Läden ist Warhammer der Hauptumsatz in sachen TT. Dadurch ist dann auch das Angebot entsprechend. Bei AT ist in den meisten Läden die nachfrage so gering. Das es sich nichtmal lohnt ein "größers" sortiement vorrätig zu haben. Der Ladenbesitzter muß es ja auch vorfinnazieren. Und trägt das risiko auf der Ware sitzten zu bleiben.

was sich mitlerweile auch sehr negativ auswirkt. Ist das 60-70% der Einheiten nicht mehr erhältnich ist. Und Rackham scheinbar ungerüht zusieht. Und obwohl einige Einheiten schon seit über einem Jahr nicht mehr erhätlich sind.
Ich selbst kenne 4-5 Leute die eigentlich echtes interesse an AT haben. Und sich gerne eine Armee zulegen würden. Wenn sie sie den kaufen könnten.

Wie einer der vorredner schon sagte. Anstelle immer neue Baustellen zu öffnen. sollten sie erstmal die alten abschließen. Ich verstehe nich warum sie die Kryg umbedingt vorziehen wollen und das regelwerk neu auflegen.
Wenn,
1: von den alten Armee nicht mal mehr die hälfte zu bekommen ist.
2: von den Cogs immer noch einheiten garnicht zu bekommen sind.
3: der Oni relaise noch nichtmal ansatzweise vollzogen ist.
4: die Armeeboxen, die ein super einsteigerpacket sind, sich in der veröffentlichung über mehr als ein jahr hinziehen.
5: der Relaisesplan grundsätzlich, nicht mal im ansatz eingehalten wird.
6: die übersetztung von regelen ins deutsche. Von den Spieleren schon garnicht mehr erwartet wird.
7: die englischen übersetztungen so fehlerhaft sind, das es schon an "nicht benutztbar" grenzt.

Versteht mich nich falsch alles schon und gut. Wenn Rackham an neuerungen fürs System arbeiten will.
Aber wenn der "altbestand" des Systems sosehr zu Boden liegt. Das neue Spieler selbst wenn sie wollen. Garnicht anfangen können sich ihre eigene Armee aufzubauen....... is das ne verschwendung von Ressourcen.

_________________
Ein Mensch ein Problem, kein Mensch kein Problem.
Josef Wissarioniwitsch Stalin


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.05.2010, 15:47 
Offline
Minenräumer
Benutzeravatar

Registriert: 19.07.2009, 12:21
Beiträge: 267
Wohnort: Schwäbisch Gmünd
Ich kenne auch Leute, die sehr viele Einheiten kaufen würden, wenn es sie nur zu kaufen geben würde.
Man kann einfach keine neuen Spieler für AT-43 gewinnen, wenn man ihnen sagen muss, dass die Hälfte der Einheitentypen leider nicht mehr erhältlich ist, und dass sich das auch innerhalb des nächsten Jahres nicht ändern wird. :down:


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.05.2010, 16:53 
Offline
Bürger

Registriert: 24.07.2008, 12:00
Beiträge: 26
Hm, also ich als TableTopper und Brettspieler muss sagen, das ich KEIN AT spiele. Ich hab es mir angeguckt und auch ein paar Mal gespielt, aber mich hat es nicht wirklich erfasst. Das liegt vielleicht auch daran, das mir die Fraktionen zu dicht an Warzone liegen, das ja leider tot ist, aber bei uns sehr viel gespielt wird. Da überlegt man sich zweimal ob man sich etwas ähnliches noch ins Haus holt. Damit will ich also nicht sagen, dass AT ein schlechtes System ist.

Aber ich bemale halt auch gerne meine Figuren und mag Pre-Painted Figuren halt nicht so gerne, auch wenn man da bei AT und auch Confrontation nicht meckern kann. Natürlich könnte man sie auch noch einmal selber anmalen, doch fehlt mir dazu dann auch ganz ehrlich die Lust. Dabei mag ich das Design von UNA und Red Blokk sehr.

An sonsten spiele (hauptsächlich bemale) ich 6 oder 7 verschiedene Systeme. Da ist dann für AT kein Platz. Hier würde ich sagen, AT kommt für mich gute 10 Jahre zu spät und was Rackham sich so über die Jahre leistet.... naja ...

So, das waren meine 5 cent zum Thema.

_________________
http://stefans-spielewelt.over-blog.de/#


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 17.05.2010, 18:15 
Offline
Umbaufee
Umbaufee
Benutzeravatar

Registriert: 10.09.2006, 09:50
Beiträge: 1637
Wohnort: Linz
Bei AT steht sich der Herrsteller selber im Weg.
Angefangen von der Grottenschlechten Vorankündigungen der Neuheiten, mitunter Monatelangen Luftlöcher , wo gar nix kommt, bis hin zum nichts- sagen-hören sehn...die ganze Bandbreite der Palette was ein TT->Hersteller falsch machen kann, macht Rakham falsch.
Wenn von Anfang an alles halbwegs RUNDGELAUFEN wäre,sähe es jetzt anders aus.
Das einzige was die Dummdöseln so brilliant können...gute Regelsysteme entwickeln.

Das was der sogenante Marktführer kann...Liefern in ausreichenden Mengen und zur angegebenen Zeit.
Das andere ist Geschmacksache.

Tank :armstank:


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 18.05.2010, 09:49 
Offline
Kartoffelschäler
Benutzeravatar

Registriert: 24.11.2006, 15:26
Beiträge: 178
Wohnort: Oberösterreich
Das was leider unverständlich ist, das sie x verschiedene Projekte anfangen anstatt mal eines ordentlich auf die Reihe zu bringen.
Man hat lauter unfertige Sachen bei AT-43 sowie bei Confrontation und vergrault damit in beiden Systemen die Spieler.
Sinnvoll wäre es sich auf ein System zu konzentrieren und wenn das halbwegs fertig ist ein weiteres zu beginnen.
Also z.B. mal dafür zu sorgen das bei AT mindestens 90% der Figuren der bestehenden Armeen im Handel verfügbar sind.
Eine neue Fraktion zu beginnen wo von den bestehenden vielleicht maximal 50% erhältlich sind ist ein Schwachsinn.

Es ist derzeit für einen Neueinsteiger nicht möglich sich eine komplette Armee neu zu kaufen.
Bei den alten Völkern muss man sich vieles auf EBay zusammenkratzen oder hoffen das man im einen oder anderen Shop noch Restposten findet und bei den neueren Völkern muss man 1 bis 2 Jahre warten bis es mal alle Figuren gibt.
Genau das ist das Hauptproblem das AT-43 hat und solange das so ist wird es ein Nischenprodukt bleiben, leider :tear:

_________________
AT-43 in Oberösterreich:
http://www.bolter-team.at


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 27.05.2010, 16:51 
Offline
Schabenhüter

Registriert: 22.08.2008, 23:29
Beiträge: 5
Ein interessantes Thema.

Ich spiele nun seit gut 18 Jahren Tabletops, angefangen mit Battletech, dann weiter mit 40k bis zur 3.Edititon. Davor und währenddessen hab ich andere Spiele wie Warzone, VOR-The Maelstrom (ich war der deutsche Promoter) und Dark Age kennengelernt und gespielt (mit Warmachine und Infinity geliebäugelt). Ende 2005 habe ich FOW kennegelernt, was mich seit 2002 (Larp entdeckt) im Prinzip fürs Tabletop gerettet hat. Seit 2008 spiele ich wieder 40k, da mir die neue Edition wieder sehr gut gefällt. Lange Rede, kurzer Sinn, ich kenn mich halbwegs aus. Wo passt Rackham da rein? Confrontation kenne ich seit der Spielemesse 2001 (?) und hab da viel Geld gelassen. Habs aber nie richtig gespielt, da die Regeln nicht so meins waren. Aber ich habe wie auch die anderen Systeme die Ereignisse verfolgt.

Fazit einer langen Geschichte: Ich bin mit vielen System/Firmen im Lauf der Zeit auf die Nase gefallen, und auch die Schwierigkeiten, die Rackham nun seit langem hat, haben mich immer abgeschreckt. Ich bin nicht mehr bereit, eine Firma zu unterstützen, die ihre Arbeit nicht richtig macht. Dafür ist mir meine Zeit mittlerweile zu kostbar. Battlefront, PrivateerPress und eben GW haben gemeinsam, dass sie bei all ihren Fehlern vieles sehr richtig machen (und sei es nur, Produkte regelmäßig verlässlich zu liefern). Solange Rackham nicht eine ähnliche hohe Verlässlichkeit in Prinzip allem aufzeigt, bin ich nicht bereit, denen auch nur eine Minute meiner kostbaren Zeit zu schenken. Been there, done that. Bei VOR soll irgendwann plötzlich doch wieder einen neue Edition kommen, nachdem der Entwickler jahrelang komplett von der Bildfläche verschwunden war. Obwohl VOR vor allem anderem immer noch mein Lieblingssystem ist, rühr ich da keinen Finger, bis der gute Mann nicht geliefert hat. Bis dahin (At43 wie VOR) schaue ich mir das Ganze von Zeit zu Zeit an und widme so lange meine Zeit den Systemen, wo meine investierte Zeit meinem Gefühl nach nicht verschwendet ist.

Ich hab zum Beispiel eine komplette Greifenarmee bei den Abverkäufen aus Zinn günstig abgegriffen (und einen Redblock-Läufer - putzig :) ), also ist es nicht so, als ob nicht reichlich Potential da wäre, mich als treuen Kunden zu gewinnen. Denn die Regeln sowie die Figuren in der Tat cool sind. Ich wünsch euch und auch mir, dass Rackham es mal dauerhaft schafft, seinen Kurs zum besseren zu ändern. Bis dahin frohes spielen und gebt wenigstens ihr die Hoffnung nicht auf. Ich hoffe, ihr werdet nicht enttäuscht.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 30.06.2010, 21:11 
Offline
Schabenhüter

Registriert: 05.06.2007, 13:44
Beiträge: 18
Wohnort: Netphen
Die meisten Probleme sind ja hier schon bekannt, ich möchte aber nochmal einiges geraderücken, da ich denke, durch meinen "AT Werdegang" durchaus einiges hier beitragen zu können.

Ich sehe die Probleme v. a. in der Promotion und Distributionspolitik von Rackham hierzulande. Es gibt kaum Bezugsquellen (mir fallen ad hoc 2-3 Online Shops ein, evtl. gibts noch ein paar mehr), mir ist kein dt. Vertrieb bekannt (was nicht heißt, das es keinen gibt), und die Veröffentlichungspolitik ist in vielerlei hinsicht Mist. Ich will das erläutern.

Ich bin ein riesengroßer Fan von Fantasy und SciFi Welten. Rackhams Spiele passen also genau in mein Roster, und sprechen mich auch an.

Aufmerksam wurde ich 2007 auf AT43, mit dem Release der Damocles Grundbox, aber vor dem Release des RB. Ein Gesandter des Drachen hat in unserem TT Club einen Termin gemacht, und AT vorgestellt. Die Spielmechanik, die Vorteil des PrePainted (wenn man nebenbei noch n andere Systeme spielt (dazu kommen wir noch), ist man froh, wenn man für ein Spiel nicht unbedingt nochmal viel Zeit aufwenden muss. Begeistert wie wir waren, haben wir über unsern "Dealer" bei Universal-Cards (damals noch Distributor) ein paar Grundboxen gekauft, und gezockt, als das RB dann rauskam, auch einige Armeen ausgehoben, und ein paar Spieltage veranstaltet, die wir auch hier über das Forum bekanntmachten, zu denen dann auch einige Spieler aus weiter entlegenen Orten kamen. Es fing also ganz gut.

Dann der Hammer: Die Preise! Für eine volle Einheit bezahlte man 55€ Unit Box + Attachment Box, und hatte teilweise immernoch nicht alle Modelle für die Einheit vorhanden. Irgendwann schaut man dann auch aufs Geld und sagt, nöööö so nicht. Und genau dadurch schlief AT leider auch schnell wieder ein, Minis wurden verscherbelt, und alles war vergessen.

Das Hauptsystem war nachwievor die SciFi Variante des Marktführers, wo aber mit der Zeit immer mehr unzufriedenheit kam. Das änderte sich mit der 5. Edition des Regelwerks, und da schlagartig wieder mit den neuen Codizes. Man schaute sich um, und fand andere Systeme: Warmachine/Hordes (bis heute mein Hauptsystem!), ArenaDeathmatch, Firestorm Armada werden bei uns neben 40k sehr gerne gespielt. Warum also ein neues System anfangen?

Auf der RPC 2009 kamen wir am LORPShop Stand vorbei, und sahen, das die Damocles Boxen dort verramscht wurden (ursprünglich 60€, nun 25). Man wurde neugierig, aber auch abgeschreckt durch gemachte Erfahrungen, aber man behielt es weiter im Auge.

OK, Ende vom Lied: Da die Boxen mittlerweile teilweise verschleudert werden (aktuell von Rackham selbst ;) ), ist das System attraktiv, da günstig, eine gute Alternative zur entnervenden aktuellen Version von 40k (Tolle Regeln, miese Codizes!). Und es würde sich durchsetzen, wäre Rackham nicht so ein sauhaufen. Neben dem Unsinn der 2-3 Boxen für 1(!) Einheit (ich zahle lieber 1x 40€, und habe eine Unit +Alternativen, da sollte Rackham mal drüber nachdenken). Die Regeln stoßen genau in die Lücke, die bei Warmachine/Hordes (Massenskirmish mit Fokus auf großeb Brummern), 40k (Massensystem), ArenaDeathmatch(Skirmish mit wenigen Puppen), Firestorm Armada (Weltraumschlachten Skirmish) offen bleibt, ist AT ein Massensystem mit Skirmish Charakter (Abwechselnde Einheiten Aktivierung mit Initiativesystem). Das Problem: Es kennt keiner! Der Fluff ist OK (nicht überragend, ich hatte 1x einen Aha Effekt, bei den Therian, aber das wars auch, 40k und v. a. die Iron Kingdoms (Großartigste Welt, die jemals erschaffen wurde IMO) bieten da mehr), die Einheiten und Armeen nett, die Army Boxen perfekt zum Einstieg (warum zum Teufel schiebt man die einfach nicht schnell nach?), das Regelwerk klasse.

Ich habe schon oft gehabt, das viele Leute wirklich interessiert zuschauen, wenn wir AT zocken, aber keiner fängt damit an, da es kaum zu beziehen ist.

Wir kommen also zum schluss, das Rackham folgende Probleme hat IMO (das ist natürlich nicht der Weisheit letzter Schuss, und sicherlich auch nicht die absolute Wahrheit):
* Promotionsprobleme (Was ist AT, wo spielt das, wie ist die Welt da, worum gehts überhaupt)
* Vertriebsprobleme (wer bietet das an, wo kann ich das bekommen?)

und abschließend noch: Man hat sich wohl mit der Umstellung von CO3.x auf CO4 nicht viele Freunde unter den Rackham Spielern gemacht, und leidet da nun vermutlich auch finanziell drunter.

Es gibt eine Weisheit, die ist komplett richtig und wurde hier auch schon angemerkt: Stillstand führt zum Tod. Das merkt man bei vielen Systemen: Warum bringt GW regelmäßig neue Regeleditionen heraus, warum tut dies nun auch PiP mit Warmachine und Hordes MK2? Genau aus diesem Grund. Das versucht Rackham nun sicherlich auch mit AT 2.0 - aber zum falschen Zeitpunkt: Man hat sein System nichtmal fertig, viele Sachen, die man nicht (mehr) bekommt, und will schon neue Regeln machen? Falscher geht es gar nicht, und ich werde diesen Umstieg nicht mitmachen, und unsere Gruppe wird auf 1.0 (vorerst) weiterspielen.

Ich hoffe aber, Rackham kommt aus der Krise raus, in die man sich selbst hineinbaldowerte, und findet v. a. mal jemanden, der ihnen sagt, wie der Hase hoppeln sollte.


Nach oben
 Profil  
 
BeitragVerfasst: 03.07.2010, 10:19 
Offline
Zwangseingezogener

Registriert: 24.04.2009, 09:49
Beiträge: 65
Wohnort: 57223 Kreuztal
Das eine bedingt ja irgendwo das andere...

Schlechter Support zu Beginn und das Verschlafen von Releases, um die Leute bei der Stange zu halten führen zu geringeren Umsätzen und letztendlich zu geringerem Erfolg. Der führt wiederum dazu, dass sich gerade die Fremdkapitalbasis nicht unbedingt nach oben bewegt und insgesamt das Kapital, das man investieren könnte, nicht in dem Maße ausreicht, um in großen Mengen neues Zeug zu produzieren.

da haben es ein paar eher unbekannte ( ;) ) Briten etwas leichter, da steckt mehr hinter dem ganzen Apparat und das Ganze ist weniger empfindlich. Und selbst die haben in den letzten Jahren (bis 08) ordentlich gestrauchelt.

Ich schließe mich da Weegel an: Hoffen wir auf die Gute Kostenrechnungs- und Marketingfee, die Rackham mal in die richtige Richtung prügelt, um dieses durchaus gelungene Game AT vorwärts zu bringen...

MFG


Nach oben
 Profil  
 
Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 21 Beiträge ] 

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen

Suche nach:
Gehe zu:  
cron
POWERED_BY
Deutsche Übersetzung durch phpBB.de